Vergleichende Tests mit behandeltem und unbehandeltem Mist – SW Compost und Einstreu

Einleitung:
Zur Überprüfung der Wirkung von SW Compost und Einstreu wurde ein Vergleichstest auf Milchvieheinstreu durchgeführt.

Protokoll:
2023 wurde SW Compost und Einstreu in einer Stallung mit 15 g je GVE/Woche angewendet. Eine benachbarte Stallung blieb unbehandelt. Zwei Mieten wurden angelegt: eine behandelt, eine unbehandelt.

Beobachtungen

  • Behandelte Miete: spontane Brome, keine Fäulnisgerüche, Myzelbildung.
  • Unbehandelte Miete: starker Ammoniakgeruch, kleine Fliegen, Chenopodium-Wuchs.

Erklärungen

Organische Substanz entwickelt sich durch Kompostierung, Fäulnis oder Fermentation, je nach:

  • Bakterientyp (aerob/anaerob),
  • Umgebung (pH, Sauerstoffverfügbarkeit).

Kompostierung

Fördert aerobe Bakterien, verursacht 50 % Kohlenstoffverlust, erfordert Umsetzen.

Fäulnis

In anaerober Umgebung entstehen:

  • Nitrate/Proteine → Ammoniak,
  • Sulfate → Schwefelwasserstoff,
  • Zucker → Methan.

Führt zu pathogenen Bakterien, schädlich für Boden und Pflanzen.

Fermentation

SW Compost und Einstreu fördern Milchsäurebakterien in anaerober, saurer Umgebung, wodurch:

  • Umwandlung in Aminosäuren,
  • geringer Kohlenstoffverlust,
  • kaum Wärme,
  • teilweise Zelluloseabbau,
  • Erhalt trockener Masse mit Aminosäuren,
  • minimale pathogene Aktivität,
  • Bildung von Endomykorrhizen.

Mist wird zu einem hochwertigen Dünger, reich an freien Aminosäuren.


Warum Brome hier und Melde dort?

Fermentation führte zu mistarmem mineralischem Stickstoff; unbehandelter Mist reich an löslichem Stickstoff förderte Meldenwachstum.

Erfahrung:
Landwirte bemerken weniger Unkraut, bessere Futterqualität, höhere Milchleistung, weniger Krankheiten, da Aminosäure-Stickstoff nicht oxidativ auf den Pansen wirkt.


Beispiel 2021

Behandelter Mist: kein Ammoniakgeruch, Humusduft, keine Erwärmung.

Unbehandelter Mist: Ammoniak, Erwärmung, Rauch, weißer Schimmel.

Schlussfolgerung:
Die Entwicklung organischer Substanz hängt von der biologischen Aktivität ab. Fermentation bringt die besten Ergebnisse für Boden, Pflanzen und Tiere.

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